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Biologische Grundlagen der Suchterkrankungen

Vortrag Univ. Prof. DDr. Siegfried Kasper 17.5.2018

Artikel-Nr.: 2018-20 EV03

 

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BIOLOGISCHE GRUNDLAGEN DER SUCHTERKRANKUNGEN
Vortrag Prof. DDr. Siegfried Kasper 17.5.2018 
beim Jubiläumskongress "Sucht und Bindung"
des Vereins Grüner Kreis

Der Vortrag ist als Filmaufnahme (DVD) oder als Audio CD erhältlich und ist
Bestandteil der Gesamtdokumentation des Kongresses ""Sucht & Bindung"
Art.Nr. 2018-20
Preis:
DVD mit Filmaufnahme                EUR 13,00
Audio CD                                      EUR 10,00

Weitere Informationen zu den Aufnahmen vom Kongress "Sucht & Bindung"
http://zeitfuerbildung.at/shop/detail/index/sArticle/556

Inhalt, Beschreibung:

Die Erforschung der Substanzabhängigkeit mittels moderner bildgebender Verfahren
hat wesentliche Erkenntnisse über hirnstrukturelle Veränderungen, molekularbiologische
Vorgänge und neurophysiologischeGrundlagen bei Suchterkrankungen erbracht.
Während sich die Suchtforschung anfangs vor allem auf die Untersuchung
hirnatrophischer Prozesse konzentrierte, wurden die Einsatzmöglichkeiten durch die 
Einführung der funktionellen Verfahren (SPECT und PET,  fMRT und MRS) wesentlich
erweitert. Neben der Untersuchung der pharmakologischen Substanzwirkungen und
deren Bedeutung für die Pathomechanismen der Suchterkrankungen, haben
diese bildgebenden Verfahren wesentlich zur Charakterisierung zugrundeliegender
neuropsychiatrischer Prozesse und deren Manifestation in hirnmetabolischen
Veränderungen beigetragen. Unter den Neurotransmittersystemen kommt dem
Dopamin-System bei Suchterkrankungen
eine besondere Rolle zu.  Substanzen, die eine Sucht erzeugen können, führen zu einer
tärkeren Dopamin-Ausschüttung im Gehirn als »natürliche« Belohnungsreize. 
Sucht entsteht jedoch nicht schon beim ersten Kontakt mit der Substanz.
Erst mit der wiederholten Einnahme in einem bestimmten Kontext, wie zum
Beispiel in sozialen Situationen, werden Sucht- assoziierte neurobiologische und verhaltensbezogene
Prozesse initiiert. Dopamin hat für das Lernen in frühen Stadien der Suchtentwicklung
einen großen Einfluss darauf, ob sich ein bestimmtes Verhalten in einer bestimmten
Situation auch tatsächlich manifestiert. Dabei wird ein  Prozess initiiert, der als
Sensibilisierung in der Literatur bekannt ist und beispielsweise auch in der Schizophrenie-
Forschung eine bedeutsame Rolle spielt. Mit Hilfe der PETTechnik konnte bei Patienten
mit einer Substanzabhängigkeit eine verringerte Dichtevon D2 Rezeptoren und Dopamin-
Transportern gefunden werden.

Referent
Univ.Prof. Dr. Siegfried Kasper
Facharzt für Psychiatrie und Neurologie sowie Psychotherapeut,  Vorstand der Universitätsklinik
für Psychiatrie und Psychotherapie der Med.Uni Wien, zahlreiche Studien in den Bereichen der
Psychobiologie, Neuropsychopharmakologie sowie Klinischen Psychiatrie, 
mehr als 600  gelistete Publikationen,, Publikation von ca. 250 Büchern/Buchbeiträgen sowie
einschlägige Lehr- bzw Handbücher in deutscher und englischer Sprache in verschiedenen
Bereichen der Psychiatrie , Träger verschiedener Auszeichnungen

 
 
 
 

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